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*** Für angenehmere Clubatmosphäre ***


[Mittwoch, 04. November 2009]

Clubs zeigen Zoffmachern die rote Karte: Mit einer internen Datenbank tauschen sie Fotos aus, um unliebsame Gäste miteinander von ihren Clubs fernzuhalten.

 


«Wir möchten unsere Besucher vor Übeltätern schützen und ihnen eine angenehme Clubatmosphäre bieten», sagt der Betreiber des Berner Clubs Liquid Stefan Zesiger.

Das Düdü, das Liquid und der Wankdorf-Club sagen deshalb Schlägern, Dieben, Drogenhändlern und Waffenbesitzern gemeinsam den Kampf an: Neu werden sie Namen und Foto der Missetäter plus einen Kurzbeschrieb des Tathergangs in eine interne Datenbank einspeisen. «Die Blacklist-Kandidaten haben dann in allen drei Clubs Hausverbot», so Düdü-Chef Remo Neuhaus. An die persönlichen Infos zu kommen, ist nicht schwer: «Wir verlangen die ID und kopieren sie», so Neuhaus. Weigert sich einer, helfen meist Kollegen oder Facebook weiter.

Ist das Speichern der ­Personendaten überhaupt ­erlaubt? «Das überwiegend private Interesse der Clubbesitzer kann dies rechtfer­tigen. Die Geschäftsführer müssen aber mit Klagen der Betroffenen rechnen», so Elia­ne Schmid vom Eidgenössischen Datenschutz. Klagen nehmen die Clubbesitzer in Kauf, denn durch den präventiven Charakter des Systems versprechen sie sich langfristigen Erfolg: «Die Besucher werden sich jetzt zweimal überlegen, ob sie die Grenzen überschreiten wollen», so Bernhard Ring vom Wankdorf-Club.




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